Endlich URLAUB!!!
Am 27. November war es endlich soweit. Der "Sommer"-Urlaub kann beginnen. Mit der "Mein Schiff 6" sollte es zwei
Wochen durch Mittelamerika gehen. Von DUS ging es mit Condor (durchgeführt wurde der Flug von Air Transat/Canada) nach MBJ (Montego
Bay/Jamaika).
Die geplante Route unseres Schiffes:
Montego Bay/Jamaika, Seetag, Cozumel/Mexico, Belize-City/Belize,
Roatán/Honduras, Seetag, Puerto Limón/Costa Rica,
Colón/Panama, Cartagena/Kolumbien, Seetag,
Santo Domingo/DomRep, La Romana/DomRep, Seetag,
Ocho Rios/Jamaika, Montego Bay/Jamaika, Die Rückreise gestaltete sich dann etwas
anders als geplant, aber dazu später mehr.
Ein paar Daten zur "Mein Schiff 6":
Werft: Meyer Turko Oy (Finnland), Indienststellung: Juli 2017
Länge: 295 m, Breite: 35,8 m, Tiefgang: 8,05 m
Decks: 15, Besatzung: ca. 1.000, Passagiere ca. 2.500
Antriebsleistung: ca. 28.000 kW, Geschwindigkeit: ca. max. 21,7 kn
Kapitän (während dieser Reise): Kjell Holm (Finnland)
Gegen 12 Uhr ging es von Düsseldorf aus über den großen Teich. Aufgrund starken Gegenwindes dauerte der Flug über 11 Stunden, so das wir gegen 17:30 Uhr (Ortszeit) in Montego Bay landeten. Nach dem Transfer zum Schiff und der obligatorischen Seenotrettungsübung (21 Uhr) legte unser Schiff gegen 23 Uhr ab.
Der erste Tag auf der "Mein Schiff 6" war ein Seetag. Es ging ca. 1.000 km Richtung Westen nach Cozumel/Mexico. Eine gute Gelegenheit das Schiff zu entdecken und erst einmal zu entspannen.
Am frühen Morgen legte unser Schiff in Cozumel/Mexico an und das erste Highlight der Tour wartete auf uns. Das hieß auch für uns früh aufstehen. Um 6:45 Uhr sollte unser Ausflug nach Chichén Itzá starten. Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Maya-Stätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Mit einer Fläche von 1.550 Hektar ist sie eine der größten Fundorte Mexicos und wird von zahlreichen Repräsentationsbauten mit religiösem und politischem Hintergrund dominiert. Blickfang ist natürlich große Kukulcán-Pyramide. Chichén Itzá ist Weltkulturerbe. Zunächst aber ging es mit dem Katamaran von der Insel Cozumel auf das Festland nach Playa del Carmen. Von dort ging es ca. 2 1/2 Stunden mit dem Bus durch den Urwald zum ca. 180 km entfernten Chichén Itzá:
Bilder aus Chichén Itzá in loser Reihenfolge:
Der große Ballspielplatz (Juego de pelota) hebt sich deutlich von vielen anderen gefundenen Ballspielplätzen ab. Allein schon die Ausmaße überzeugen. Die Spielfläche beträgt 168 x 38 m und ist von acht Meter hohen Mauern umgeben. Neben den gut erhaltenen Zielringen sind die Reliefs in den Seitenmauern erwähnenswert. Der Legende nach wurden hier Ballspiele ausgetragen und der Sieger hatte die Ehre geopfert zu werden. Ob dies allerdings der Tatsache entspricht, darüber streiten sich die Archäologen:
Die große Kukulcán-Pyramide. Sichtbar ist die "Jüngere Pyramide", in deren Inneren mindestens ein Vorgängerbau verborgen ist. Die Pyramide ist 30 m hoch, hat eine Kantenlänge von 55 m und erhebt sich in neun Pyramidenstufen:
Danach ging es mit dem Bus weiter zu einer Cenote ganz in der Nähe. Cenoten sind tiefe mit Wasser gefüllte Löcher. Gespeist werden die Cenoten durch unterirdische Flüsse, die dieses Gebiet durchziehen. Entstanden sind die Cenoten dadurch, dass die unterirdischen Flüsse den Boden ausgespült haben und so große Hohlräume entstanden sind. Später sind die Deckschichten über diesen Höhlen eingestürzt und die Löcher sind geblieben. In den Cenoten kann man schwimmen, was wir jedoch nicht taten:
Nach einem Essen in einem nahegelegenen Restaurant ging es zurück zum Schiff.
In Belize hatten wir voher nichts geplant. Wir wollten uns einfach die Stadt anschauen. Da das Schiff jedoch außerhalb des Hafens lag, war zuvor tendern angesagt. Mit kleinen Booten wurde man am Schiff abgeholt und an Land gebracht. Dies ermöglicht jedoch einen schönen Blick auf die "Mein Schiff 6":
Auch in Belize wird Weihnachten gefeiert:
Die Belize Swing Bridge im Stadtkern wurde 1923 errichtet und ist eine der wenigen Drehbrücken in der Welt, die immer noch täglich von Menschenhand verstellt wird. Sie verbindet die beiden Stadthälften Northside und Southside:
Dann ging es mit dem Tender zurück, wieder mit einem schönen Blick auf unser Schiff:
Unsere nächste Station auf der Reise war Roatán
in Honduras, eine kleine dem Festland vorgelagerte Insel. Leider tobte am Vortag unserer Ankunft ein großes Unwetter durch die Stadt
und hat zahlreiche Straßen und Häuser überschwemmt und Lehm und Sand im Ort hinterlassen. Die Menschen waren überall noch
dabei die Straßen zu säubern und das Wasser aus den Geschäften zu schäppen. Wir haben daher nur einen kleinen Spaziergang
durch den Ort gemacht und sind dann wieder zurück auf's Schiff. Durch die aufgewühlte See konnte auch unser gebuchter
Schnorchelausflug nicht stattfinden. Man hätte unter Wasser auch nichts sehen können. Aus Roatán daher nur ein paar wenige
Bilder.
Da das Schiff in unmittelbarer Nähe zum Flughafen festgemacht hatte, konnte ich Nachmittags noch ein paar Flugzeuge fotografieren. Die Bilder
gibt es hier.
Heute war wieder Seetag. Wir sind auf dem Weg von Honduras nach Costa Rica. Zeit um ein paar Bilder vom Schiff zu machen. Zunächst ein Blick in unsere Kabine:
Kapitän Kjell Holm hält im Theater einen Vortrag über den Bau unseres Schiffes:
Auf dem Bildschirm des Sportdecks wird Bundesliga gezeigt:
Als nächstes führte uns die Reise nach Puerto Limón/Costa Rica. Wir hatten eine Tour in den Cahuita Nationalpark gebucht. Ein weiteres Highlight der Reise. Durch Guides wurden wir durch den Nationalpark geführt und über Flora und Fauna informiert. Wir hatten die Gelegenheit Affen, Faultiere, Leguane u.v.a. Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu betrachten. Der Park liegt direkt am Meer am Rande des Regenwaldes:
Auch einige Spinnen waren zu sehen:
Abendstimmung beim Auslaufen:
An diesem Tag stand das nächste Highlight der Reise auf dem Programm. Unser Schiff machte in Colón/Panama fest. Mit dem Bus ging es zunächst Richtung Panama-Stadt und dann nach Balboa, auf der pazifischen Seite von Panama, von wo wir mit einem Ausflugsboot durch den Panamakanal fahren sollten. Eine tolle Tour, auch wenn das Wetter recht wechselhaft war. Von Balboa ging es durch den Panamakanal bis nach Gamboa, von wo es wieder mit dem Bus zurück nach Colón ging:
Zurück in Colón liegt ein weiteres etwas kleineres Kreuzfahrtschiff im Hafen, die MS Europa:
Heute legte unser Schiff in Cartagena/Kolumbien an.
An unserer Seite lag ein auch sehr sehenswertes Segelschiff. Sicher auch eine sehr schöne Art auf Kreuzfahrt zu gehen. Heute hatten
wir keinen Ausflug gebucht. Nach dem Frühstück ging es, gemeinsam mit einigen weiteren Gästen, im Großraumtaxi in die
Altstadt. Die Altstadt Cartagenas ist Weltkulturerbe
und wirklich sehenswert. Viele alte, schön sanierte Häuser aus der Kolonialzeit prägen das Stadtbild.
Zunächst das Kreuzfahrt-Segelschiff. Im Hintergund die moderne Skyline Cartagenas:
Um zurück zum Schiff zu kommen, muss man einen kleinen Zoo durchqueren:
Der nächste Seetag steht an. Wieder eine gute Gelegenheit ein paar Bilder auf dem Schiff zu machen. Heute ist die See etwas rauer, aber dank der Stabilisatoren liegt das Schiff trotz der quer anlaufenden Wellen recht ruhig im Wasser:
Die Restaurants sind am Nikolaustag bereits weihnachtlich geschmückt:
Die Dominikanische Republik ist ein Ziel, dass wir bereits letztes Jahr auf unserer Karibik-Tour kennengelernt haben. Für die DomRep. waren zwei Zielhäfen vorgesehen. Zunächst machten wir in der Hauptstadt Santo Domingo fest. Ich hatte für heute eine Tour mit dem Fahrrad gebucht. Mal eine andere Art ein neues Land kennenzulernen. Zunächst aber ein wünderschöner Sonnenaufgang und ein Segelschiff, dass vor dem Hafen lag:
Dann wurden die Räder ausgeteilt. Bei der Vorbesprechung der Tour auf dem Schiff wurde die Körpergröße der Teilnehmer abgefragt und so bekam jeder ein bereits auf seine Größe voreingestelltes Rad. Nach einer kurzen Einweisung ging es mit Polizeibegeleitung los zum ersten Ziel der Tour: "Los Tres Ojos", einer Grotte mit unterirdischem See, auf dem man mit einem Floss übersetzen kann:
Dann ging es weiter zum Faro a Colón. Der Faro a Colón ist eines der Wahrzeichen von Santo Domingo. Faro bedeutet auf Spanisch Leuchtturm und Colon steht für Christoph Kolumbus (Cristobal Colón). Der Faro a Colón ist ein wahrhaft riesiges Gebäude (240 Meter lang, 34 Meter breit und 46 Meter hoch) in Kreuzform. Der Faro war als Zeichen zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas geplant und wurde erst wenige Tage vor den Feierlichkeiten in 1992 fertiggestellt. Unsere Tourenleiterin erklärt einige interessante Fakten über die Dominikanische Republik und den Faro a Colón:
Dananch ging es weiter in die Altstadt von Santo Domingo. Nach einer kurzen Runde mit dem Rad durch die Stadt wurden die Räder an zentraler Stelle abgestellt und jeder hatte die Möglichkeit die Altstadt auf eigene Faust zu entdecken.
Danach ging es mit dem Rad zurück zum Schiff. Die kleine Fahrradtour war ca. 17 km lang und wirklich leicht zu bewältigen.
In der Nacht ging es dann von Santo Domingo nach La Romana, eine wirklich sehr kurze Etappe von nur ca. 100 km. In La Romana sollte ungefähr die Hälfte der Gäste das Schiff verlassen und Platz für neue Passagiere machen. Wir hatten einen Schnorchelausflug gebucht mit anschließendem Strandaufenthalt auf der Isla Catalina. Nach dem Frühstück ging es mit einem Katamaran hinaus auf's Meer. Einige hundert Meter vor der Isla Catalina wurde das Boot festgemacht und es bestand die Möglichkeit zum Schnorcheln:
Dann ging es zu einem Badestrand auf der Isla Catalina wo es neben dem Badespaß auch reichlich Verpflegung in flüssiger und fester Form gab:
Auch auf der Rückfahrt war für Verpflegung gesorgt und die Crew unterhielt uns mit Musik und Tanz:
Für die Passage von der Dominikanischen Republik nach Jamaika war wieder ein Seetag vorgesehen. Morgens, während wir beim Frühstück saßen, änderte das Schiff plötzlich den Kurs und der Kapitän meldete sich von der Brücke. Er informierte die Passagiere darüber, dass man auf der Steuerbordseite auf ein kleines Boot aufmerksam geworden sei, dass offensichtlich Hilfe benötigen würde. Unser Schiff fuhr daraufhin in Richtung des Bootes und stoppte in einiger Entfernung. Dann wurde ein Rettungsboot zu Wasser gelassen und drei Besatzungsmitglieder der "Mein Schiff 6" fuhren zu dem kleinen Boot. Nach Gesprächen mit den beiden Schiffsbrüchigen und Rücksprache mit der internationalen Rettungszentrale stellte sich heraus, dass das Boot der Beiden bereits seit sieben Tagen vermisst wurde und die beiden Hochseeangler aus Puerto Rico stammten. Den Beiden war offensichtlich der Treibstoff ausgegangen. Sie mussten ihr Boot nun vorerst aufgeben und wurden an Bord genommen und mit nach Jamaika genommen. Sicherlich erschöpft, aber am Leben:
Noch zwei Bilder vom abendlichen Pooldeck:
Eigentlich war für heute ein Ausflug auf einem Raeggy-Boot geplant. Nach dem dieser aber am Vortag kurzfristig von 12 Uhr auf 7:45 Uhr (!) vorverlegt wurde, haben wir diese Tour storniert, da uns der frühe Morgen nicht als die ideale Zeit für einen solchen Ausflug erschien. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte, da der frühe Vormittag ziemlich verregnet war. Ansonsten lagen die Temperaturen an diesem Tag knapp unter 30 Grad, bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Nach dem Frühstück sind wir dann in den Ort gegangen. Alles fußläufig gut zu erreichen. Der Ort machte jedoch einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Später sind wir noch am Strand schwimmen gewesen. Daher heute nur ein Panorama vom Balkon unserer Kabine und mal wieder ein Bild der "Mein Schiff 6" vom Strand des Ortes:
Heute ist unser Abreisetag. Geplant war, dass wir gegen 7 Uhr in Montego Bay anlegen sollten. Um 15:15 Uhr war unser Transfer zum Flughafen geplant. Aber es kam etwas anders. Vor Montego Bay
versuchte der Kapitän das Schiff rückwärts durch die enge Hafenzufahrt zu manövrieren. Wellen und Wind waren jedoch so stark, dass dies nicht möglich war. Daraufhin
steuerte der Kapitän das Schiff zurück ins offene Wasser. Kurze Zeit später wurde dann durchgesagt, dass es unmöglich wäre aufgrund der schwierigen Wetterlage in
Montego Bay anzulegen und man berate wie es weitergehen würde. Dann die Information, dass wir nach Kingston, der Hauptstadt Jamaikas auf der anderen Seite der Insel, ausweichen würden.
Damit war die gesamte Planung dahin. Ankunft in Kingston sollte gegen 16 Uhr sei. Daher war nun nichts anderes möglich als abzuwarten. Tatsächlich legt unser Schiff gegen 17 Uhr in
Kingston an. Die Fahrt dahin war anfangs doch recht schaukelig. In Kingston angekommen wurden die Gäste nach und nach über die weiteren Transfers zu den Fliegern informiert. Der Transfer
zum Flug nach DUS sollte um 20:30 Uhr sein. Danach wurden alle Passagiere für diesen Flug noch mal separat ins Studio gebeten. Mir schwante nichts Gutes. Und so war es dann auch. Der Flug nach
Düsseldorf würde ohne uns starten, da es sich nicht um einen Vollcharter für TUI handelte. Der Transfer würde uns daher in ein RIU-Hotel in Montego Bay bringen. Es wurde
jedoch noch eine Alternative für die Gäste angeboten, die zeitlich nicht gebunden waren. Wer wollte, konnte für den Preis von 400 EUR pro Kabine bis La Romana an Bord der "Mein
Schiff 6" bleiben (10 Bordtage). Dies wurde auch von zahlreichen älteren Gästen gerne angenommen. Für uns ging es dann kurz vor 21 Uhr von Bord zu den Bussen. Wir waren die
Letzten die von Bord gingen und den letzten Bus bestiegen. Der Fahrer war allerdings ein verkappter Rennfahrer und so waren wir die ersten Gäste, die im RIU-Hotel Montego Bay ankamen. Mit
dem Zimmer hatten wir diesmal richtig Glück. Es war sehr groß und direkt zum Strand gelegen mit einer riesigen Terrasse. Auch die Minibar war gut bestückt. Aber das war uns nach
diesem anstrengenden Tag egal. Wie es allerdings mit dem Rückflug weitergehen sollte, konnte uns an diesem Tag noch niemand sagen. Im schlimmsten Fall könne es bis zum Wochenende dauern.
Am nächsten Tag um 12 Uhr sollten wir neue Informationen bekommen. So war es dann auch. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass wir am 13.12.2017 mit Eurowings fliegen würden, allerdings
nicht nach DUS sondern nach Köln. Aber so hatten wir noch einen ganzen Tag in Montego Bay. Leider war das Wetter nicht gut. Den Dienstag hat es fast den ganzen Tag geregnet.
Ein paar Bilder vom Hotel:
Am 13.12.2017 ging es dann mit diesem Flieger zurück nach Deutschland: